Paralympics-Goldmedaillengewinnerin Carina Edlinger

Zu Besuch bei uns im Museum

Sichtlich noch etwas müde von den vergangenen körperlichen Belastungen und den nach ihren Erfolgen bei den Paralympics in China massiv zugenommenen Medienterminen, Empfängen und Ehrungen, besuchte Carina Edlingerthomb new 9742 Kopie gemeinsam mit Rudolf Hirschegger das WinterSportMuseum.

Der bisherige Höhepunkt der Karriere

Konnte die an „Morbus Stargardt“ (eine vererbte Augenkrankheit) leidende Athletin bereits vor den diesjährigen Paralympics auf zahlreiche Erfolge zurückblicken (Bronze bei den Paralympischen Spielen 2018, 4 x Gold und je 1x Silber bzw. Bronze bei Weltmeisterschaften 2017 und 2019, 21 Weltcupsiege und 4x Gewinn des Gesamtweltcups!), so waren die Spiele in China trotz ungünstiger Vorzeichen der bisherige Höhepunkt ihrer sportlichen Karriere. Bereits mit körperlichen Problemen angereist, setzte sich Carina im Langlaufsprint durch und gewann ihre erste paralympische Goldmedaille. Mit Bronze in der Langlauf Mitteldistanz setzte sie sogar noch einen drauf. Waren diese Medaillen zwar das Ziel, kamen sie aufgrund der Umstände für sie dann doch etwas überraschend. Ihr eiserner Wille und das kompakte tolle Team waren schließlich die Erfolgsfaktoren.

Rückschlag vor der Abreise nach China

Kurz vor der Abreise stand Carina noch ohne Guide da, der aber für ein erfolgreiches Abschneiden in ihrer Disziplin absolut nötig ist. Mit Lorenz Lampl holte sie in der Kürze dann das Maximum heraus. Dahinter standen freilich seit langem mit Rudi Hirschegger und Gerald Bauer zwei Personen, die das Projekt Olympia erst Realität werden ließen. Ein Herzensprojekt, wie Carina es nennt. Und mit von der Partie ist natürlich immer ihr ständiger Begleiter, ihr treuer Labrador namens „Riley“.
Rudolf Hirschegger betont das familienähnliche Zusammenwachsen innerhalb des Teams als Erfolgsfaktor. Er, einst Skisprung Landesmeister der Junioren und mehrfacher Seniorenweltmeister im Langlauf, trainierte mit Carina mehrfach auf der gut präparierten Panoramaloipe in Mürzzuschlag. „Hier holte sie sich den Feinschliff“, ist Hirschegger überzeugt.
Anlässlich des Museumsbesuches übergaben Edlinger und Hirschegger Museumsleiter Nothnagl eine Startnummer sowie ein Paar der verwendeten Ski. Diese Geschenke werden natürlich wieder einen gebührenden Platz im Museum erhalten.


Auch wenn Carina Edlinger in den letzten Monaten vor den Paralympics sowohl mit körperlichen Problemen als auch mit systemspezifischen organisatorischen Hürden zu kämpfen hatte, gestärkt durch den Erfolg ist die Flamme nach wie vor am Lodern. Wie wünschen ihr jedenfalls weiterhin viel Freude und Erfolg bei der Ausübung ihres geliebten Sportes!