Ski-Weltstars, historische Bobs und heute vergessene Wintersportarten
Der Skirennlauf hat in seiner jüngeren Geschichte große Veränderungen erlebt – vor allem, was Material und Technik betrifft, man denke etwa an das Aufkommen des Carvings, das die Fahrtechnik revolutioniert hat. Bereits in früheren Epochen gab es solche Übergänge – und im Wintersportmuseum kann man diese Entwicklung anhand originaler Sportausrüstungen der größten Stars des Weltcupgeschichte nachvollziehen. Der Bogen spannt sich von Karl Schranz, einem der ersten Sieger des Gesamt-Weltcups über Gustav Thöni bis hin zu Hermann Maier. Alle Stars haben ihre Ausrüstung dem Wintersportmuseum persönlich zur Verfügung gestellt.
Das „Eisschmiraggeln“ ist ein in Mürzzuschlag entwickeltes Spiel, das eine Mischform aus Eisstockschießen und Kegeln darstellt. Es wurde in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts gerne gespielt, bevor es in Vergessenheit geriet. Aufschlussreich ist die Entstehung des Spiels: Toni Schruf, einer der Pioniere des Skilaufs in den Alpen, entwickelte dieses Spiel vor der Jahrhundertwende, um den Wintergästen eine neue Attraktion anbieten zu können – Tourismusentwicklung vor 100 Jahren!
Eine Mischform aus Bob und Schlitten ist der Bobschlitten, der aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammt. Bobs aus dieser Zeit waren sehr schwer und daher für Freizeitvergnügungen ungeeignet, dennoch wollte man auf die Vorzüge des Bobs nicht verzichten – so wurde der Bobschlitten entwickelt. Ein Lenkrad ermöglicht durch Verdrehung des vorderen Schlittenteiles eine leichte Richtungsänderung, die Bremstatze ist entweder am Lenkrad mittels Seilzug oder vom rückwärts Sitzenden zu betätigen.
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