Zur Geschichte des Winter!Sport!Museum!s

Mit Beschluß des Gemeinderates vom 20. November 1947 wurde die Errichtung des Winter!Sport!Museum!s Mürzzuschlag beschlossen und Theodor Hüttenegger mit den umfangreichen Museumsarbeiten betraut. Anfangs dienten einige kleine Kellerräume im Rathaus als Hort der Sammlung. 1966 wurde in das ehemalige Forstgebäude in der Wienerstraße 79 übersiedelt, das mittlerweile mit einem Zubau ausgestattet worden war.
Seither ist der Bestand ständig gewachsen und das Museum zählt heute zu einem der weltweit größten Ski- und Wintersportmuseen.

Im Jahre 1997 übernahm Hannes Nothnagl die Leitung des Museums von Hans Heidinger, der 1982 dem Museumsgründer Theodor Hüttenegger als Kustos nachgefolgt war. Im selben Jahr 1997 wurde das 50-jährige Bestehen des Mürzzuschlager Wintersportmuseums mit einer Sonderausstellung im Ausstellungsraum der Stadtgemeinde und einigen Begleitveranstaltungen begangen. Anlässlich der 1. FIS Skihistorischen Konferenz in Oslo 1998 wurde das Wintersportmuseum Mürzzuschlag gemeinsam mit den Museen in Oslo, Lahti und New Hampshire zum FIS-Museum ernannt.
Vermehrte Auftritte im In- und Ausland forderten nun die Mitarbeiter des Mürzzuschlager Winter!Sport!Museum!s (Ausstellung 1998 im Österreicherhaus anlässlich der olympischen Winterspiele in Nagano, Ausstellung 1999 bei der 50. ISPO in München etc.). Die mittlerweile auch im Museum organisierten Sonderveranstaltungen wurden immer mehr von der eklatanten Platznot getrübt. Das Problem erkennend gab es bereits anfangs der 90-er Jahre erste Überlegungen hinsichtlich eines Neubaues.

57 Jahre nach der offiziellen Errichtung folgte ein weiterer Meilenstein - der Umzug ins neue Haus im Zentrum von Mürzzuschlag.
Der Ausstellung liegt hier ein völlig überarbeitetes Konzept zugrunde, das einen ausgewogenen Mix aus lehrreicher Präsentation und spannenden Inszenierungen bietet, der erlebbare Faktor ist dabei gekoppelt mit Originalobjekten und begleitenden fachlich versierten Texten.
Ein der Daueraustellung angeschlossener Bereich ermöglicht jetzt einerseits die Organisation von Seminaren, Vortragsabenden, Vernissagen etc., andererseits ebenso die Durchführung von kleineren, zeitlich begrenzten Ausstellungen zu bestimmten Schwerpunktthemen.
Durch die Installation eines mobilen Regalsystems konnte man auch den Ansprüchen eines zeitgemäßen Archivs nachkommen. Die dort in neuer Ordnung untergebrachte Fachbibliothek erweist sich verstärkt als wahrer Hort der Wissenschaft.

All diese Säulen vereinen sich nun zu einer sehenswerten Gesamtkomposition, die im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten die Sammlung des FIS Winter!Sport!Museum!s Mürzzuschlag im neuen Glanz erstrahlen läßt.